Sanierung Puppenbühne Gera
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Beschreibung
Das Ende des 19. Jahrhunderts errichtete Gebäude, ursprünglich als Exerzier- und Reithalle genutzt, dient seit den 1950er Jahren als Puppentheater. Aufgrund des baulichen Zustands war eine umfassende Sanierung sowie eine funktionale Anpassung erforderlich. Die denkmalgeschützte Fassade blieb erhalten.
Das 63 × 12 m große Bauwerk gliedert sich in vier Zonen: Bühne/Zuschauerraum, Foyer, Büro und Werkstatt.
Im Obergeschoss des Bürotrakts befinden sich Technik- und Lagerräume.
Das Gebäude wurde vollständig entkernt, wobei nur die Außenwände (Mauerwerk, 45–62 cm dick) erhalten blieben. Die neue Dachkonstruktion besteht aus sichtbaren Stahlträgern, die auf Stahlbeton-Ringbalken lagern und Holzpfetten sowie -sparren tragen. Zwei Dachverbände sorgen für die Dachaussteifung. Eine neue Bodenplatte bildet die Grundlage für Brand- und Innenwände. Die neue Stahlbetondecke erhielt Mauerwerkstaschen zur Auflagerung auf den Außenwänden.
Im Zuschauerraum wurde ein umlaufender, vom Dach abgehängte Techniksteg und im Bühnenbereich eine Zwischenebene in stahlbauweise installiert.
Im Foyer überspannt ein Laufsteg als Fachwerkträger den Luftraum und verbindet das Obergeschoss des Bürotrakts mit dem Techniksteg. Für den Fachwerkträger, kam als Belag begehbare Glasscheiben und als Geländerfüllung punktförmig absturzsichernde Verglasung zum Einsatz.
Daten
- Projektstandort
- Gera, Gustav-Henning-Platz 5
- Bauherr / Auftraggeberin
- Stadtverwaltung Gera
- Architekturbüro
- Auf den Punkt Architekten
- Baukosten
- 4,45 Mio €
- Bauzeit
- 2023 - 2025
- Leistung
- Tragwerksplanung LPH 2-8, Erdbebennachweis